Übergriffe in Schweden: Polizei fordert mehr Kameras auf Festivals

Nach über 50 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe bei zwei Festivals in Schweden bereitet die Aufklärung der Taten den Ermittlern Probleme. Mehrere Fälle seien bereits zu den Akten gelegt, weil Aussage gegen Aussage gestanden habe, berichtete das schwedische Radio am Donnerstag. Der Chef der Reichspolizei forderte im «Aftonbladet» mehr Kameraüberwachung bei Festivals.

 

Nach den Musikfestivals Bråvalla in Norrköping und Putte i Parken in Karlstad am vergangenen Wochenende waren bei der Polizei 15 Anzeigen wegen Vergewaltigungen und 40 wegen sexueller Belästigung eingegangen. Das jüngste Opfer soll zwölf Jahre alt sein. «Wir tun alles, um das zu verhindern», sagte Reichspolizeichef Eliasson.

 

Die britische Band «Mumford & Sons», die in Norrköping aufgetreten war, hatte am Dienstag auf ihrer Facebook-Seite erklärt, das Event zu boykottieren, bis Polizei und Veranstalter etwas gegen die hohe Zahl an mutmaßlichen Vergewaltigungen unternommen hätten. Festivals seien «ein Ort, um loszulassen und sich dabei sicher zu fühlen».

 

Bereits im vergangenen Jahr hatte es Berichte über sexuelle Übergriffe bei Festivals in Schweden gegeben. Bei dem «Peace & Love Festival», das am Donnerstag in Borlänge startete, sollten nach den Vorfällen vom Wochenende strengere Sicherheitsmaßnahmen greifen.

 

Schwedische SAS-Piloten streiken - fast 380 Flüge fallen aus

Ein Streik in Schweden sorgt bei der Fluglinie SAS für Chaos. Hunderte Maschinen bleiben am Wochenende am Boden, rund 46 000 Menschen können ihre Reise nicht antreten.

 

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat wegen eines Streiks ihrer schwedischen Piloten am Wochenende fast 380 Flüge gestrichen. Rund 46 000 Passagiere seien betroffen, teilte das Unternehmen mit. Es handle sich um Inlandsflüge sowie um Verbindungen in andere europäische Städte - unter anderem nach Frankfurt, Paris, London und Palma de Mallorca.

 

Zuvor waren am Freitagabend die Verhandlungen zwischen SAS und der Pilotenvereinigung SPF abgebrochen worden. Daraufhin hatte die Gewerkschaft ihre 400 Mitglieder zum Streik auf den Kurzstrecken aufgerufen. Die dänischen und norwegischen SAS-Piloten führten ihre Flüge aber wie geplant durch, hieß es.

 

«Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, um diesen Streik zu verhindern, aber es ist uns leider nicht gelungen, eine Einigung zu erzielen», sagte eine SAS-Sprecherin laut Mitteilung.

 

Am Samstag fielen zunächst 159 Flüge aus, 20 000 Menschen konnten ihre Reise nicht antreten. Am Sonntag sollten 220 weitere Flüge nicht wie geplant stattfinden können, 26 000 Passagiere dürften betroffen sein. Schon am Freitag hatten 4400 Reisende nicht fliegen können.

 

Kenzo-Kollektion bei schwedischem Moderiesen

Die schwedische Modekette H&M holt sich für die Gestaltung einer Kollektion die französische Trend-Marke Kenzo ins Boot. Wie das Unternehmen Hennes & Mauritz am Mittwoch in Stockholm bekanntgab, sollen die von den Kreativdirektoren Carol Lim und Humberto Leon entworfenen Klamotten für Frauen und Männer ab 3. November online und in etwa 250 Filialen erhältlich sein. Die Kleidung des ursprünglich japanischen Unternehmens Kenzo - Namensgeber ist Kenzo Takada (77) - ist für ihre intensiven Farben und Aufdrucke bekannt. Seit 2004 Karl Lagerfeld damit begann, lässt sich H&M immer wieder von berühmten Designern, Modehäusern und Stars limitierte Kollektionen entwerfen, darunter waren bereits Versace, Sonia Rykiel, Alexander Wang, Isabel Marant und zuletzt Balmain.

Es machte ständig «Klick»: Schwedens Königspaar hat 40. Hochzeitstag

Romantische Höhen und gefährliche Tiefen hat Schwedens Königspaar in seiner Ehe erlebt. Dass die beiden bald ihren 40. Hochzeitstag feiern, ist wohl vor allem der Besonnenheit von Königin Silvia zu verdanken.

 

Wie oft hieß es schon, die Ehe von König Carl XVI. Gustaf (70) und seiner Frau Silvia (72) liege in Scherben. In Rotlichtclubs soll sich der Monarch herumgetrieben und in den späten 1990er Jahren eine Affäre gehabt haben. Der Skandal einer königlichen Scheidung blieb den Schweden trotz allem erspart. Und nicht nur das: Beim 70. Geburtstag von Carl Gustaf wirkte das Paar im April so verliebt wie lange nicht. Am Sonntag (19. Juni) feiern die beiden 40. Hochzeitstag - ganz privat.

 

Zugleich ist Silvia dann seit 40 Jahren schwedische Königin - denn als sie den begehrten Junggesellen Carl XVI. Gustaf heiratete, saß der schon auf dem Thron. Nicht etwa bei einem Adels-Event lernten sich die beiden kennen, sondern bei der Münchner Olympiade 1972. Die Deutsche Silvia Sommerlath war dort Hostess. «Da hat es - wie man so sagt - "Klick" gemacht. Und seitdem hat es die ganze Zeit "Klick" gemacht», sagt der König in einem ersten gemeinsamen Interview.

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Ibrahimovic zu seiner Zukunft: «Es gibt viele, viele Alternativen»

Schwedens Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic hat nach seinem Abschied von Paris St. Germain Gerüchte über einen Wechsel zu Manchester United nur halbherzig zurückgewiesen. «Jetzt gerade gilt die EM», sagte Ibrahimovic in Stockholm am Donnerstag. Und nach einer langen Pause ergänzte der 34-Jährige: «Lasst uns sehen, was passiert.»

Er habe ein konkretes Angebot aus der Premier League, aber auch «aus Italien, allen Ländern, auch außerhalb Europas», erklärte der Angreifer. «Es gibt viele, viele Alternativen.» Sein Abschied in Paris sei «magisch» gewesen. Aber: «Ich mag Herausforderungen und mag es, neue Abenteuer und Kicks zu suchen. Dafür war die richtige Zeit.»

Bei ManUnited steht nach Medienberichten das Engagement von José Mourinho kurz bevor. Zu dem Startrainer, mit dem Ibrahimovic bei Inter Mailand zusammengearbeitet hatte, hat der Schwede ein enges Verhältnis. «Ich habe jeden Tag mit ihm gesprochen, seit ich Inter verlassen habe», sagte er.

Sorgen wegen seines Alters mache er sich nicht. «Ich habe bewiesen, dass das Alter nur eine Zahl ist», sagte Ibrahimovic. Wenn er etwas erreichen wolle, erreiche er es. «Ich mache mich gerade erst warm.»

Auch mit Blick auf seinen Einsatz bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich im Sommer zeigte er sich zuversichtlich. Das Auftakttraining der Schweden hatte Ibrahimovic am Montag wegen Wadenproblemen verpasst. Jetzt gehe es seiner Wade wieder «sehr gut».