Island freut sich über französisches «Huh»

Das «Huh» der Isländer lebt weiter: Mit rhythmischem Klatschen haben die französischen Fußballer ihren EM-Halbfinalsieg gegen Deutschland gefeiert. Der isländische Fußballverband freute sich über die Nachahmer. «Schön zu sehen, dass Frankreich unserem Gesang heute die Ehre erweist», teilte der Verband in der Nacht zum Freitag auf Twitter mit. «Aber niemand macht das besser als Island

 

Bei der Choreographie klatschen Spieler und Zuschauer ihre Hände in kürzer werdenden Abständen über dem Kopf zusammen und brüllen «Huh». Im Fußball hatte der isländische Fanverband «Tolfan» das «Huh»-Ritual eingeführt.

 

Schon vor der offiziellen Reaktion der Isländer auf Frankreichs Jubel hatte ein vermeintlicher Tweet des Verbands im Netz die Runde gemacht. Der nicht verifizierte Account «icelandfootball», der nach Angaben aus dem Profil von zwei Journalisten betrieben wird, hatte geschrieben: «Herrgott, Frankreich... ihr habt uns geschlagen, findet einen eigenen Weg, euren Sieg zu feiern! #peinlich». Dieser Tweet wurde binnen Stunden rund 13 000 Mal geteilt.

Der nette Mann von nebenan: Islands neuer Präsident Jóhannesson

Gudni Th. Jóhannesson ist ein ganz normaler Isländer. Der 48-Jährige lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Nähe von Reykjavík, liebt die Bewegung an der frischen Luft und fiebert gerade wie jeder andere mit der isländischen Nationalelf bei der Fußball-EM mit. Genau das mögen seine Landsleute an dem Historiker, und genau deshalb haben sie ihn zu ihrem sechsten Präsidenten gewählt: Er ist einer von ihnen, ihm vertrauen sie.

Das liegt auch daran, dass Jóhannesson zwar nie ein politisches Amt innehatte, nach Ansicht der Isländer aber derjenige von ihnen ist, der am meisten über die Politik weiß. Als Experte erklärt der Historiker im Fernsehen den Inselbewohnern seit Jahren freundlich und ruhig die Welt, an der Universität von Island lehrt er Geschichte.

Auch privat, sagen die Isländer über ihn, sei er ein umgänglicher Kerl. Mit seiner kanadischen Frau Eliza Reid, die er beim Studium in England traf, hat er vier Kinder, dazu eine Tochter aus erster Ehe. «Wir kommen sehr gut aus, wir sind beste Freunde», sagt Jóhannesson über sich und seine Ex-Frau.

Zuhause bei Jóhannessons wird meist Englisch gesprochen. Weil sein Bruder Patrekur jahrelang als Profi-Handballer in Essen und Minden spielte und nun die österreichische Nationalmannschaft der Männer trainiert, beherrscht Jóhannesson auch die deutsche Sprache. «Wir haben eine starke Verbindung zu Deutschland», sagt der Präsident. Damit seine Kenntnisse nicht einrosten, liest er den «Spiegel».

Die Begeisterung für den Sport liegt in der Familie. «Ich versuche, aktiv zu sein, versuche zu joggen und rennen und Fußball zu spielen, wenn ich kann», sagt Jóhannesson. Dass es viele Parallelen zwischen der Welt des Sports und der Politik gibt, hat ihm im Wahlkampf geholfen, sagt er: «Man muss von seiner Stärke überzeugt sein, man braucht gute Leute um sich herum, Teamwork, eine gute Taktik, einen Schlachtplan und Durchhaltevermögen.»

Garðabær in Island

Garðabær (dt. Wallgehöft) ist eine Stadt im Südwesten Islands in der dicht besiedelten Region Höfuðborgarsvæðið zwischen Hafnarfjörður und Kópavogur südlich von Reykjavík. Mit 14.180 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2014) ist sie die fünftgrößte Stadt und sechstgrößte Gemeinde des Landes.

Die Kernstadt selbst bietet kaum Sehenswürdigkeiten. Hervorzuheben sind aber das 1998 gegründete Isländische Museum für Design und angewandte Künste und die beiden architektonisch modern und schlicht gehaltenen Kirchbauten, darunter die 1995 erbaute, weiße Betonkirche Vídalínskirkja und die ältere Garðakirkja, sowie der weithin sichtbare Rathausturm. Hinzu kommen im Stadtteil Álftanes der Präsidentensitz Bessastaðir und Bessastaðakirkja, eines der ältesten Kirchengebäude Islands.

Keflavík, Island

Keflavík (dt. „Treibholzbucht“) ist eine Hafenstadt in Südwestisland.

1994 schloss sich Keflavík mit den umliegenden Ortschaften Njarðvík und Hafnir zur Gemeinde Reykjanesbær mit 14.527 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2014) zusammen. Keflavík ist mit 8169 Einwohnern (Stand 2007; in der Statistik 2014 werden Keflavík und Njarðvík mit 14.438 Einwohnern zusammengefasst) die größte Stadt der Halbinsel Reykjanesskagi und sechstgrößte Stadt des Landes.

Sehenswertes bietet der Hafen, hier finden sich noch diverse historische Gebäude wie das rote Wohnhaus des dänischen Kaufmanns Peter Duus aus dem 19. Jahrhundert (Duushús). Unweit davon steht das Fischerdenkmal des isländischen Künstlers Ásmundur Sveinsson.

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Kópavogur, Island

Kópavogur (dt. „Kleine Bucht der Seehundjungen“; isl. auch Kópavogsbær) ist eine Stadtgemeinde im Südwesten Islands. Sie liegt in der Metropolregion Reykjavík und ist mit 32.308 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2014) die zweitgrößte Gemeinde in Island.

Das Gemeindegebiet gliedert sich in drei nicht zusammenhängende Teile. Der nordwestliche Teil umfasst die Stadt Kópavogur selbst und grenzt an Reykjavíkurborg und im Süden an Garðabær. Im Osten liegt der See Elliðavatn.

Der südöstliche Teil grenzt ebenfalls an diese beiden Gemeinden, im äußersten Südosten zusätzlich an Ölfus.

Der nordöstliche Teil grenzt im Norden an Mosfellsbær, im Westen an Reykjavíkurborg und im Osten an Ölfus. Im Osten liegt der Berg Vífilsfell.

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