Bob Dylans Schweigen zum Literaturnobelpreis sorgt für Unmut

Der Literaturnobelpreis ist der prestigeträchtigste Preis der Branche, doch der diesjährige Gewinner scheint sich nichts daraus zu machen. Der US-Musiker Bob Dylan ist für die Schweden nicht zu erreichen. Manchem stößt das sauer auf.

Stockholm (dpa) - Dass der Musiker Bob Dylan zu seiner Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis keine Stellung nimmt, sorgt in Schweden allmählich für Unmut. Zehn Tage nach der Bekanntgabe war es der Schwedischen Akademie immer noch nicht gelungen, mit dem US-Rocksänger und Songwriter persönlich zu sprechen. Nobelpreis-Juror Per Wästberg sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur: «Wenn er sich in nächster Zeit, sagen wir innerhalb des nächsten Monats nicht melden würde, dann fände ich das unhöflich und arrogant.»

Die Schwedische Akademie stellte daraufhin klar, dass Per Wästbergs Äußerung seine private Meinung und keine offizielle Erklärung der Akademie sei. «Die Schwedische Akademie beurteilt niemals die Entscheidungen eines Preisträgers und wird es auch in diesem Fall nicht tun», hieß es am Wochenende in einer Pressemitteilung. Ein Literaturpreisträger könne selbst entscheiden, wie er sich zu der Verleihung des Preises verhalte.

Dylan hatte den diesjährigen Literaturnobelpreis Mitte des Monats als erster Songschreiber für seine poetischen Neuschöpfungen in der amerikanischen Songtradition bekommen. Ob er zur Preisverleihung am 10. Dezember nach Stockholm kommt, ist damit weiter unklar. Es wäre nicht das erste Mal, dass Dylan einen Preis nicht persönlich entgegennimmt. Am Freitag war ein Hinweis, dass der 75-Jährige den Literaturnobelpreis gewonnen hat, von der Webseite des Stars gelöscht worden.

Norwegen wird Gastland der Frankfurter Buchmesse 2019

Oslo/Frankfurt/Main (dpa) – Norwegen wird 2019 Gastland der Frankfurter Buchmesse. Am Donnerstag unterzeichneten in Oslo der Direktor der weitgrößten Bücherschau, Juergen Boos, und die Chefin des Zentrums für norwegische Literatur im Ausland (Norla), Margit Walsø, die Verträge.

«In Frankfurt bekommen wir die einmalige Chance, die Vielfalt und die Breite der norwegischen Literatur zu zeigen», hieß es in einer Mitteilung von Norla. Norwegen verfüge heute über eine handvoll international bekannter Autoren, aber das goldene Zeitalter der norwegischen Gegenwartsliteratur bestehe aus einer ganzen Generation.

Norwegen habe eine große literarische Tradition, erklärte Boos und verwies auf Autoren wie Henrik Ibsen oder Knut Hamsun. Derzeit sind auf dem deutschen Buchmarkt vor allem Karl Ove Knausgård und der Krimi-Bestsellerautor Jo Nesbø erfolgreich.

Ehrengast der Buchmesse im Oktober dieses Jahres sind die Niederlande gemeinsam mit Flandern. Im kommenden Jahr folgt Frankreich, 2018 Georgien.

Lotto-verrücktes Skandinavien - Eurojackpot als Fernsehshow

Freitag ist im Norden Zockertag: Außer in Deutschland ist der Eurojackpot nirgendwo beliebter als in Skandinavien. Kein Wunder, denn die Nordlichter haben dabei bislang schon ordentlich abgeräumt. Und in Norwegen wird das Glücksspiel zur Gameshow mit Glamour-Effekt.

Als eines von nur drei Ländern in Europa zeigen die Norweger die Ziehung der Zahlen im TV. Dort erfahren die Zuschauer nicht nur, ob sie auf die richtigen Zahlen gesetzt haben. Unter den norwegischen Zockern wird jede Woche eine Reise verlost - ob nach Las Vegas mit Backstage-Pässen fürs Rihanna-Konzert, zu den Oscars oder auf die Malediven. «Viele Norweger spielen jede Woche», sagt Moderator Geir Håkonsrud der Deutschen Presse-Agentur. «Manche der Gewinner haben schon große Stars getroffen.»

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Eisverrücktes Skandinavien

Obwohl es hier auch im Sommer selten richtig heiß wird, sind die Skandinavier verrückt nach Eis. Das ist im Norden allerdings ein teures Vergnügen. Eine Kugel Eis kann umgerechnet drei Euro und mehr kosten. An der Uferpromenade in Norwegens Hauptstadt Oslo werden sogar bis zu vier Euro verlangt. Dafür bekommt man aber auch eine ordentliche Portion. Beliebte Spezialität: Lakritz-Eis. Aber die Skandinavier experimentieren auch mit anderen exotischen Sorten wie Weiße-Schokolade-Basilikum, Olivenöl oder Rhabarber.

USA, Island und Dänemark sahnen bei Tribeca-Filmfest ab

Mit Preisen für die USA, Island und Dänemark ist das Tribeca-Filmfest ausgeklungen. «Mittwoch 4:45», die einzige Produktion mit deutscher Beteiligung, ging leer aus.

Spielfilme und Dokumentationen von jungen Amerikanern, einem Isländer und einer Dänin haben beim Tribeca-Filmfest in New York die wichtigsten Preise abgeräumt. Einer der beiden Publikumspreise wurde am Samstagabend (Ortszeit) dem US-Filmemacher Felix Thompson für sein Debüt «King Jack» überreicht. Der Spielfilm gewährt Einblick in das harte Leben eines mit allen Wassern gewaschenen 15-Jährigen, gespielt von Charlie Plummer («Boardwalk Empire»). 

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ESC 2015: Schweden gewinnt, Deutschland letzter Platz

Ein spannender 60. Eurovision Song Contest in Wien: Bei der Punktevergabe ist es lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Deutschland muss sich am Ende mit null Punkten abfinden.

Mit der Pophymne «Heroes» hat der Sänger Måns Zelmerlöw für Schweden den diesjährigen Eurovision Song Contest gewonnen. Damit siegte das skandinavische Land zum sechsten Mal bei dem traditionsreichen Liederwettbewerb, den es seit 1956 gibt. Der Grand Prix wird somit 2016 wahrscheinlich in Stockholm ausgetragen, wenn sich das Siegerland für seine Hauptstadt entscheidet. Deutschland holte in Wien mit dem Lied «Black Smoke» von Ann Sophie null Punkte und teilte sich mit Gastgeber Österreich den letzten Platz.

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