Erbe der Wikinger: Norwegische Stabkirchen

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Als Stabkirchen (oder „Stavkirker“) bezeichnet man ein- oder dreischiffige Holzkirchen, die über ein sehr steiles Dach verfügen. Ihr Name ist auf die Stabbauweise zurückzuführen, die mit den Schiffskonstruktionen der Wikinger verglichen werden kann. Die Blütezeit der Kirchen war im 12. bzw. 13. Jahrhundert, die Ornamente waren zunächst noch der Wikingertradition verhaftet, die alten Holzbautechniken begannen sich dann aber auch mit romanischen Formen zu verbinden. Aus dieser Zeit stammen auch sehr kunstvolle Flechtwerkschnitzereien, die äußerst mystische Stimmung erzeugten. Um etwa 1300 soll es in Norwegen mehr als 600 Stabkirchen gegeben haben, durch das Auftreten der Pest verfielen aber die meisten Bauten und vom 17. bis zum 19. Jahrhunderten riss man auch viele Kirchen ab. Heute sind noch 31 Stabkirchen erhalten, einige davon wurden versetzt, die meisten sind aber noch an ihrem ursprünglichen Standort zu finden.